Blau, gelb und weiß

Geschrieben am 06.06.2017 von

Im letzten Jahr schrieben wir bereits über den runden Geburtstag des HNF, das am 24. Oktober 1996 eröffnet wurde. Drei Wochen später ging das Museum ins World Wide Web. Am 15. November 1996 schaltete es die Seite www.hnf.de frei. Seitdem wurde unsere Homepage mehrere Male überarbeitet. Gelegentlich eröffnete das HNF auch separate Internet-Adressen zu Events und Ausstellungen.

Nein, das HNF war nicht das erste deutsche Technikmuseum im Internet. Diese Ehre gebührt vermutlich dem Deutschen Museum in München. Selbiges ging am 15. August 1995 online, damals mit der Adresse http://wws.lrz-muenchen.de/DT-MUSEUM/index.html. Das HNF gab es zu jener Zeit eben noch nicht. Nach der Eröffnung am 24. Oktober 1996 folgte aber bald der Einstieg ins World Wide Web.

Am 15. November 1996 schickte eine himmelblaue Workstation vom Typ Silicon Graphics Indy die erste Homepage in die Welt. Programmiert hatte sie der HNF-Technikspezialist Reinhardt Hardtke, und auch die Grafiken und das Layout entstanden am Paderstrand. Verbreitet wurde die Seite über das Deutsche Forschungsnetz DFN. Das HNF gehörte dem DFN-Verein an, der seine Mitglieder bei der Installation von Websites unterstützte.

1998 – 2007

Ein Screenshot der ältesten Homepage ist oben im Eingangsbild zu sehen. Er ist zwanzig Jahre alt und kann in der Wayback Machine der Internetseite www.archive.org genauer studiert werden. Die Felder am linken Rand funktionieren alle und führen zu weiteren Abschnitten, zum Beispiel zu diesem Foto der Belegschaft. Spannend ist der Hinweis auf das virtuelle HNF. Wer sich die entsprechenden Bilder der Homepage anschauen möchte, braucht allerdings die QTVR-Software von Apple.

Im Oktober 1997 enthielt www.hnf.de eine Übersicht über andere deutsche, europäische und amerikanische Museen mit Internetanschluss. So mancher Anfangsbuchstabe war noch nicht vergeben. Aus dem folgenden Juli ist eine Extraseite zum ersten Paderborner Podium überliefert. Es fand am 9. Juni 1998 statt. Am Vormittag referierten unter anderem der Reformpädagoge Hartmut von Hentig und die Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann. Eine Grundsatzrede am späten Nachmittag hielt Bundespräsident Roman Herzog.

2007 – 2012

In der zweiten Jahreshälfte 1998 erfolgte die erste Überarbeitung der Homepage; technische Hilfe leistete das Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn. Typisch waren die Fotos, die sich über die Einstiegsseite verteilten. Ab Frühjahr 2002 startete die Homepage mit einer Flash-Animation. Im Juni 2007 verschwand diese wieder, und links oben rückte eine kurze Themenliste ins Bild. Der neue Entwurf kam von einer Internet-Agentur aus Essen. 2009 vergrößerten sich die Eingangsfotos und liefen hintereinander ab.

2012 erschien die mittlerweile vierte Fassung der Homepage; technisch verantwortlich war eine Agentur aus dem westfälische Städtchen Werther. Jetzt wurde das einst dominierende Blau durch weiße Flächen aufgelockert, und weiter unten klickte man breite Bild-Text-Felder an. Im Januar 2017 waren die blaue und gelbe Farbe auf der neuen Seite nur noch an wenigen Stellen präsent, nun dominierte weiß. Blau blieben nur die Überschriften, die Hintergründe der Worte oben auf der Seite und der Himmel über dem HNF. Das also ist die aktuelle Version, die wieder komplett in Paderborn entstand.

2012 – 2016

Nicht vergessen wollen wir die Seiten einiger HNF-Sonderausstellungen, die auch noch ganz normal im Netz erreichbar sind. Aus dem Jahr 2001 überlebte www.computer-gehirn.de, aus 2006 hielt sich www.computer-medizin.de und aus 2009 grüßt www.computer-sport.org. Auch die Berufemesse Zukunft & Beruf ist noch virtuell präsent, ebenso wie die legendäre WDR-Computernacht. Seit 2008 ist das HNF außerdem auf YouTube aktiv; insgesamt lassen sich 57 Videos abrufen. Facebook und Twitter werden ebenso bespielt. Am meisten Spaß macht es aber immer noch, nach Paderborn zu fahren – sofern man nicht bereits dort wohnt – und das Museum einfach nur zu besuchen.

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