Konrad Zuse und die Kunst

Geschrieben am 28.12.2018 von

Am Jahresende möchten wir an den Erfinder des Computers erinnern, an Konrad Zuse. Er war ein begnadeter Ingenieur und Bastler, aber auch ein talentierter Maler und Zeichner. In seinem Nachlass finden sich viele Zeugnisse dieser Begabung, und wir haben einige zusammengetragen. Sie stammen aus dem Konrad Zuse Internet Archive; die Originale liegen im Deutschen Museum.

Dass Konrad Zuse über künstlerisches Talent verfügte, ist bekannt. In jungen Jahren spielte er eine Zeitlang mit dem Gedanken, den Beruf des Grafikers zu ergreifen. Er tat es dann nicht, sondern erfand den Computer und gründete die erste deutsche Computerfirma. In seinem Nachlass – er starb 1995 – sind aber viele Karikaturen, Zeichnungen, Holzschnitte und Gemälde erhalten.

Bei manchen Skizzen gibt es einen fließenden Übergang von der Technik zur Kunst. Im Blog behandelten wir schon eine unrealisierte Buchungsmaschine, die Zuse in schöne Zeichnungen fasste. Auch in der gleich folgenden Sammlung finden sich unterschiedliche Typen der grafischen Darstellung. Die Bilder kommen aus dem Konrad Zuse Internet Archive des Deutschen Museums München; wir haben sie in der Regel am Rand beschnitten. Die Wiedergabe erfolgt unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-SA 3.0.

Das Eingangsbild oben führt in die Bergwelt; es könnte sich um den Hohen Ifen im Allgäu handeln. Unsere Ausstellung endet mit einer aquarellierten Tuschezeichnung. Sie gehört zu einer, wie es auf Neudeutsch heißt, Graphic Novel; Konrad Zuse schuf sie als Schüler in Hoyerswerda. Beim Lesen der „dollen Geschichte“ im Netz bitte ganz am Ende beginnen und jeweils den vorherigen Inhalt aufrufen. Damit wünschen wir unseren Lesern viel Spaß in der Zuse-Schau und alles Gute für 2019. Am Neujahrstag sind wir wieder für Sie da.

Übersicht über die fertige Z1, Zuses ersten mechanischen Rechner Z1 (1938 )

Eingabe-Einheit der Z1, die aber nie gebaut wurde.

Die Z2 enthielt 1939 Relais und mechanische Schaltungen (Skizze aus der Erinnerung).

Entwurf eines Großrechners von 1949. Dachte Konrad Zuse schon an Time-Sharing?

Terminal des Großrechners; 1953 baute die Zuse KG den Relais-Computer Z5.

Ungewöhnliche Idee aus dem Jahr 1954: ein Locher für Randlochkarten.

Wohl mit Buntstiften kolorierte Zuse 1960 das Bild eines frühen Graphomaten.

Etwa zur gleichen Zeit porträtierte Zuse den Kieler Mathematiker Karl-Heinrich Weise.

Technik und Kultur: diese Skizzen brachte Konrad Zuse 1946 oder früher zu Papier.

Das Wandern ist des Schülers Lust – Ausschnitt aus „Eine dolle Geschichte“ (ca. 1926).

 

 

 

 

 

 

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